Lärm – die doppelte Gefahr

Lärm – die doppelte Gefahr
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Laut RKI fühlen sich 6,2 % der Erwachsenen stark oder äußerst stark von Lärm belästigt. (Quelle: www.rki.de)

Was ist Lärm?

Geräusche sind in unserem Leben überall zu finden: In unseren eigenen vier Wänden, auf dem Weg zur Arbeit, am Arbeitsplatz oder in der Freizeit. Sie können in unterschiedlicher Art und Weise auftreten, kurz, verlaufend oder beispielsweise kontinuierlich: Laute Musik in der Nachbarschaft, bellende Hunde, Bauarbeiten, Verkehrsgeräusche…

Unerwünschte laute Geräusche, die das menschliche Wohlbefinden beeinträchtigen oder als lästig empfunden werden, bezeichnet man als Lärm. Lärm wird subjektiv wahrgenommen und individuell unterschiedlich bewertet. Während die einen laute Musik genießen, fühlen sich andere Menschen davon gestört.

Das eigene Lärmempfinden ist u.a. auch von der jeweiligen Situation abhängig, in der man sich gerade befindet. Wenn man beispielsweise gesundheitlich angeschlagen ist, reagiert man oft geräuschempfindlich. Sie freuen sich auf einen spannenden Kinofilm und erwarten eigentlich, dass es während der Vorstellung ruhig ist und dann „verputzt“ ihr Sitznachbar regelrecht seine Tortilla-Chips…

Wer sich an dieser Stelle wünscht, einfach mal die „Ohren zu schließen“, der hat es schwer, denn unsere Ohren arbeiten pausenlos …

Die Wirkung von Lärm

Lärm kann negative Wirkungen auf unseren Organismus haben. Die Folgeschäden, sind allerdings nicht immer einfach zu beurteilen, da es sich meist um längere Prozesse handelt, die mit verschiedenen Faktoren zusammenhängen.
Lärm führt einerseits zu Gehörschäden und andererseits zu psychischen Auswirkungen. Die psychischen Störungen durch Lärm umfassen beispielsweise Schlafstörungen, Konzentrationsmangel, eine reduzierte kognitiven Leistungsfähigkeit oder Kreislauferkrankungen und Bluthochdruck. Diese Folgen können wiederum andere negative Konsequenzen bedingen und unser alltägliches Leben beeinträchtigen.

Gerade psychische Folgen resultieren daraus, dass Menschen dauerhaft Lärm ausgesetzt sind, wobei hier – anders als bei Gehörschäden – bereits geringe, dafür kontinuierliche Geräuschpegel verantwortlich sein können.
Auch bei Kindern und Jugendlichen besteht die Gefahr von Gehörschäden und psychischen Auswirkungen bei zu hoher Geräuschbelastung. Die typische Lärmquelle in diesem Alter stellen meist tragbare Musikabspielgeräte und lautes Spielzeug dar.

Was kann man tun für mehr Ruhe?

Nicht nur ein erhöhtes Verkehrsaufkommen, sondern auch individuelle Lebensbedingungen führen dazu, dass Ruhe und Stille, oft nicht einfach zu finden sind. Dennoch kann jeder in seinem Umfeld Verhaltensweisen überprüfen oder verändern, um mehr Ruhe zu erfahren.

Neben der eigentlich selbstverständlichen Rücksicht aufeinander, sollten Sie stets bei lauten Aktivitäten (Rasen mähen, Sportveranstaltungen besuchen) oder beispielsweise auf der Arbeit - also überall dort wo es vorgeschrieben und ratsam ist-  einen optimalen Gehörschutz tragen.

Lärmschutz/Gehörschutz

Lärmschutz/Gehörschutz

Überprüfen Sie das Spielzeug ihrer Kinder und reden Sie mit ihren Kindern über deren „Lautstärkegewohnheiten“... bei dieser Gelegenheit bietet es sich an, dass auch die eigenen Lautstärkeeinstellungen kontrolliert werden.

Viele Menschen neigen dazu aus Gewohnheit nebenbei den Radio oder das Fernsehen laufen zu lassen, während sie eigentlich mit etwas anderem beschäftigt sind. Einfach mal alle Geräte abschalten, ist vielleicht im ersten Moment ungewohnt, bietet aber zumindest die Möglichkeit, dass man Ruhe einfach mal auf sich wirken lassen kann.

Viel Spaß dabei!

 

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