Spitzfuß bei pflegebedürftigen Personen

Spitzfuß bei pflegebedürftigen Personen
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Der erworbene Spitzfuß als Kontrakturform, tritt häufig bei bettlägerigen oder immobilen Personen bzw. in der Altenpflege auf.

Was ist eine Kontraktur?

Eine Kontraktur bezeichnet die Funktionseinschränkung eines Gelenkes, die durch einen erheblichen Bewegungsmangel hervorgerufen wird und zu bleibenden Bewegungsbeeinträchtigungen, Zwangshaltungen und starken Gelenkschmerzen bis hin zu Gelenkversteifungen führt. Eine Kontraktur kann sich nicht zurückbilden, es handelt sich hierbei um bleibende Bewegungsbeeinträchtigungen, so dass die betroffene Person ihr Gelenk in der Regel nicht mehr selbständig bewegen kann.

Hervorgerufen wird eine Kontraktur durch die Inaktivität der Gelenke bzw. eines Gelenks, welche zu Verkürzungen von Muskeln, Sehnen und Bändern führt. Verschiedene Lähmungserscheinungen, Fehl- und Schonhaltung sowie beispielsweise Pflegefehler die durch eine falsche Lagerung oder durch eine zu geringe Mobilisation bei immobilen Patienten erfolgen, sind hierbei ursächlich für Kontrakturen.

Neben verschiedenen Kontrakturformen wie beispielsweise Adduktions- oder Abduktionskontrakturen, zählt der Spitzfuß zu den häufigsten Kontrakturformen in der Altenpflege.

Der Spitzfuß

Der Spitzfuß als besondere Form der Kontraktur, wird bei bettlägerigen Patienten durch das Eigengewicht des Fußes, der Inaktivität des Fußes und des Gewichts der aufliegenden Decke verursacht. Ein erhöhtes Kontrakturenrisiko am Fußgelenk besteht auch bei immobilen Patienten, wenn beispielsweise ein Rollstuhl ohne Fußstützen genutzt wird, oder bei zu geringer Mobilisation.

Ein Spitzfuß bezeichnet die Fehlstellung des Fußes, welche eine Hochstellung der Ferse zur Folge hat, so dass der Fuß nicht mehr ganz aufgesetzt, bzw. der Fuß nicht mehr angezogen werden kann.

Kontrakturenprophylaxe – Lagerung und Mobilisation

Wenn durch Immobilität bzw. verschiedene Erkrankungen ein erhöhtes Kontrakturenrisiko besteht, ist es wichtig, eine sorgsame Kontrakturenprophylaxe durchzuführen.

Um Kontrakturen zu vermeiden, es ist notwendig, dass die betroffene regelmäßig Person aktiv oder passiv – abhängig von der individuellen Situation – mobilisiert und gleichzeitig auf eine sinnvolle und abwechselnde Lagerung geachtet wird.

Um speziell eine Spitzfuß zu vermeiden, ist es hinsichtlich der Lagerung sinnvoll, dass zwischen der Fußsohle und der Bettkante ein Kissen oder ein Keil gelegt wird, so dass der Fuß in einer 90°-Stellung positioniert wird (wie beim Stehen auf dem Boden). Des Weiteren sollte die Bettdecke (auch eine leichte) nicht auf den Füßen liegen, so dass von oben kein Druck auf die Fußzehen ausgeübt wird.

Fersenentlastungsgurt - Spitzfuß Kontrakturenprophylaxe

Der Carewave Fersenentlastungsgurt ist speziell zur Druckentlastung der Ferse geeignet und kann am Fußteil des Bettes angebracht werden, zur Vermeidung der Spitzfußbildung.


 

 

Spitzfußprophylaxestiefel - Spitzfuß Kontrakturenprophylaxe

Der Spitzfußprophylaxestiefel kann im Bett getragen werden und vermeidet, dass der Fuß nach unten gedrückt wird.


Unterstützung der Spitzfußprophylaxe - Spitzfuß Kontrakturenprophylaxe

 

Das Carpenter Fitleg Select Lagerungskissen für die Beine ist mit beweglichen Modulen ausgestattet. Die gerade Rückseite des Kissens erlaubt eine konsequente Fersenfreilagerung und unterstützt die Spitzfußprophylaxe.

 


 

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