Kompressionsstrümpfe – Tipps und Hinweise für den Alltag

Kompressionsstrümpfe – Tipps und Hinweise für den Alltag
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 Kompressionsstrümpfe - wann werden sie gebraucht?

(c)fotodo/Fotolia

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Die Kompressionstherapie wird als Behandlungsform und zur Prophylaxe bei phlebologischen und/oder bei lymphatisch bedingten Erkrankungen oder Beschwerden eingesetzt. Die Kompressionstherapie wird mit Hilfe von Bandagen oder durch spezielle Strümpfe durchgeführt. Bei einer Venenentzündung (Thrombophlebitis) oder bei Krampfadern (Varikosis) beispielsweise, werden häufig Kompressionsstrümpfe eingesetzt, die in unterschiedliche Kompressionsklassen (I-IV) eingeteilt werden. Sie werden in Abhängigkeit der individuellen Indikation verordnet.

Der Alltag mit Kompressionsstrümpfen...

Für viele Menschen ist allerdings das Anziehen von Kompressionsstrümpfen sehr problematisch wenn gar unmöglich, oft ist man mit stark juckender Haut konfrontiert oder befürchtet, dass diese Strümpfe nicht mit individuellen modischen Vorstellungen vereinbar sind...

  • Ohne Druck geht es leider nicht:
    Die Kompression soll die Venen zusammenpressen, dass diese ihrer Aufgabe, Blut in Richtung Herz zu transportieren, wieder vollständig bzw. besser nachkommen können. Sie üben Druck auf das Gewebe und die Gefäße aus, damit erweiterte Venen auf ihren normalen Durchmesser zusammengepresst werden, noch nicht zerstörte, erschlaffte Venenklappen sich wieder bzw. besser schließen und erneut als Rückstauventil fungieren können. Das Blut kann dann ungehindert zum Herzen zurückfließen und staut sich nicht mehr in den Beinen. Diesen Druck braucht es also, so dass man sich damit schlicht und ergreifend abfinden muss!
  • Maßnehmen für einen perfekten Sitz!
    Schlecht sitzende Strümpfe können zu Schmerzen, Einschnürungen oder beispielsweise Druckschäden an der Haut führen. Daher ist es wichtig, dass ihre Beine ausgemessen werden. Wenn ihre Beine zu einer Konfektionsgröße passen, kann ein Serienkompressionsstrumpf genutzt werden, ansonsten ist eine Maßanfertigung nötig. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass ihre Beine dann vermessen werden, wenn sie nicht geschwollen sind. Es empfiehlt sich daher, dies morgends bzw. nach einer Kompressionsbehandlung vorzunehmen.
  • Modische Varianten
    Mittlerweile werden von den jeweiligen Herstellern längst nicht mehr nur hautfarbene, eher unvorteilhafte Strümpfe angeboten, sondern es gibt eine große Auswahl an modischen Varianten, bei denen jeder etwas passendes für sich finden dürfte!

 

Was hilft im Alltag mit Kompressionsstrümpfen?

  • Hilfe beim Anziehen:
    Es gibt verschiedene Strumpf-Anziehhilfen und -Ausziehhilfen sowie spezielle Gleitsocken, die das An- bzw. Ausziehen nicht nur erleichtern, sondern für viele Menschen erst möglich machen.

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compressana-clean-feinwaschmittel für Kompressionsstrümpfe

compressana-waeschebeutel für Kompressionsstrümpfe

  • Pflegemittel schonen Gewebe und Funktion
    Kompressionsstrümpfe sollten aus hygienischen Gründen täglich mit einem speziellen Pflegemittel gewaschen werden. Diese Pflegemittel schonen das Gewebe und damit die Funktion ihrer Strümpfe.

 

 

compressana -hydrolotion

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  •  Hautpflege kann unangenehmen Juckreiz vorbeugen

Nach dem Ausziehen sollten sie ihre Haut täglich mit entsprechenden Pflegeprodukten einreiben, um sie regelmäßig mit der benötigten Feuchtigkeit zu versorgen, und so dem Juckreiz vorzubeugen!

Kompressionsstrümpfe unterscheiden sich von Stützstrümpfen, die bei venengesunden Beinen angewendet werden, um beispielsweise müden Beinen, auf Reisen, etc. vorzubeugen. Als prophylaktische Maßnahme werden Stützstrümpfe nicht verordnet und können bei einer tatsächlichen Venenerkrankung einen Kompressionsstrumpf nicht ersetzen, da sie meist wesentlich dünner sind, oftmals eine andere Materialzusammensetzung aufweisen und einen deutlich geringeren Druck ausüben. Ebenso werden Stützstrümpfe nicht nach Maß angefertigt, ein vorheriges Vermessen des Fußes erfolgt hier nicht.

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