Waschen ohne Wasser – Hygienische Pflege

Waschen ohne Wasser – Hygienische Pflege
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Waschen ohne Wasser: Anwendungsgebiete & Formen

Waschen ohne Wasser ist ein Waschkonzept, dass in der Pflege aber auch bei verschiedenen Outdoor-Aktivitäten eingesetzt werden kann. „Waschen ohne Wasser“ ermöglicht die (Ganz-) Körperreinigung und die Haarwäsche ohne Wasser, Seife bzw. Shampoo oder eine herkömmliche Waschschüssel. Spezielle Einweg-Reinigungstücher bzw. Einweg-Waschhandschuhe, Reinigungsschäume und Kopfhauben ermöglichen eine wasserlose, hygienische und vereinfachte Reinigung von Kopf bis Fuß.

Die Haut ist unser größtes Organ. Sie schützt uns vor äußeren Einflüssen wie beispielsweise Hitze, Kälte, Stößen, und/oder davor, dass Mikroorganismen in den Körper eindringen. Die Gesundheit der Haut ist daher für den Menschen und sein Wohlbefinden wichtig.

Vor allem bei pflegebedürftigen Menschen, ist die Haut indikationsbedingt besonderen Belastungen ausgesetzt. Inkontinenz, Bettlägerigkeit, altersbedingte Hautveränderungen führen dazu, dass die Schutzfunktionen der Haut nicht mehr voll erhalten sind, so dass die Hygiene und die Pflege der Haut einen besonderen Stellenwert einnehmen.

Bei pflegebedürftigen Menschen, die bettlägerig sind, ist die Körperreinigung im Bett unumgänglich. Das Waschen des ganzen bettlägerigen Patienten ist täglich mit großem Zeitaufwand und körperlicher Anstrengung sowohl für den Patienten als auch für die Pflegekräfte verbunden. Um diese Situation zu erleichtern, gibt es verschiedene Reinigungskonzepte, die eine Körper- und Haarwäsche auch ohne Wasser ermöglichen.

Wie sind die Erfahrungen von Waschen ohne Wasser in der Pflege?

Waschen ohne Wasser - EinwegwaschhandschuhNeben herkömmlichen Reinigungstüchern, die zwischendrin zur einen schnellen und einfachen Reinigung bestimmter Körperpartien eingesetzt werden können, gibt es Waschsysteme, die ohne Wasser und ohne das anschließendes Trocknen und Eincremen der Haut auskommen. Die Erleichterung für Pflegekraft und Patient liegt somit auf der Hand: Der Patient muss nicht mehr so oft angehoben und gedreht werden, weil alles in einem Schritt erfolgt. Für die Pflegekraft wird somit die physische Belastung und gleichzeitig für den Patienten die körperliche Anstrengung reduziert.

Körperwaschsystem - Waschen ohne WasserDie Körperreinigung ist daher deutlich bequemer, weniger zeitaufwendig, aber dennoch hygienisch. Für jeden Körperabschnitt wird ohne großen Aufwand einfach ein neuer Waschlappen genutzt, so dass die Ausbreitung einer Kolonisierung oder eine Kreuzinfektion reduziert werden können. Die verschiedenen Systeme sind gebrauchsfertig, mit entsprechend milden Reinigungs- und Pflegelotionen getränkt und können für mehr Patientenkomfort vorher leicht erwärmt werden (vgl. Herstellerhinweise). Somit entfallen ebenso der notwendige Vorbereitungsaufwand und sämtliche nötigen Nachbereitungen.

Haarwäsche- Waschen ohne WasserDie Kopfhauben für die Haarwäsche funktionieren nach dem gleichen Prinzip. Sie sind gebrauchsfertig und können für mehr Komfort vorher in der Mikrowelle erwärmt werden. Sie werden auf den Kopf gesetzt und für eine kurze Zeit sanft einmassiert. Anschließend kann das Haar getrocknet und in Form gebracht werden.

Menalind Reinigungsschaum - Waschen ohne Wasser

Bei stark verschmutzten Hautarealen im Intimbereich, beispielsweise aufgrund einer Stuhlinkontinenz, lösen spezielle Reinigungsschäume ohne Wasser und vor allem ohne starke Reibung schonend die Hautverschmutzungen, so dass die bereits strapazierte Haut nicht durch eine mechanische Reibung zusätzliche belastet wird.

Insgesamt bietet das Waschen ohne Wasser verschiedene Vorteile. Wenn aber vor allem die eingesparte Zeit für eine zusätzliche Betreuung der Patienten verwendet wird, dann kann „Waschen ohne Wasser“ durchaus einen Beitrag für mehr Lebensqualität in der Pflege leisten.


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